Frauen stärker als Männer betroffen / Geschlecht und Bildung machen den Unterschied beim Einkommen

Mehr als jeder fünfte Mensch über 80 Jahren (22,4 Prozent) in Deutschland ist von Armut betroffen. Bei den hochbetagten Frauen liegt der Anteil sogar noch um mehr als 9 Prozentpunkte höher als bei den Männern. Das sind die Ergebnisse der vom Bundesseniorenministerium geförderten Studie „Hohes Alter in Deutschland“ (D80+).

Gewalt gegen Frauen prägt den Alltag vieler Frauen. Jede dritte Frau in Deutschland war bereits Opfer von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt.

Vor diesem Hintergrund kritisiert das Landesweite Netzwerk für ein Leben ohne Gewalt die Aussagen des Richters Winfried Leopolds im Urteil gegen Ex-Profiboxer Tom Schwarz, als unsensibel und taktlos gegenüber der Betroffenen.

Die Wähler*innen fordern einen politischen Richtungswechsel ein, das zeigt das Ergebnis der Bundestagswahl. Dieser Richtungswechsel muss auch durch eine progressive Frauen- und Gleichstellungspolitik erfüllt werden.

Die EAF Berlin hat im Vorfeld der Bundestagswahl 2021 die Aufstellung aller Kandidierenden nach Geschlecht analysiert und diese Daten mit den tatsächlich gewählten Personen abgeglichen. Die Erhebung fand im Rahmen des vom Bundesfamilienministeriums geförderten Helene Weber-Kollegs statt.

Im Mai 1871 wurden die Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch in das deutsche Strafgesetzbuch aufgenommen. Auch heute noch steht ein Schwangerschaftsabbruch in Deutschland unter Strafe und wird unter bestimmten Voraussetzungen lediglich straffrei gestellt. Ärzt*innen dürfen nicht eigenständig über Möglichkeiten des Eingriffes, Risiken etc. informieren und müssen sich die Fähigkeiten einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu können meist über Umwege aneignen, da diese kein standartmäßiger Teil der Facharztausbildung sind.