Pressemitteilungen
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Digitaler Gewalt wirksam begegnen – Fall Collien Fernandes zeigt dringenden politischen Handlungsbedarf.
Magdeburg, 25. März 2026
Digitale Gewalt gehört inzwischen zu den verbreitetsten Formen geschlechtsspezifischer Gewalt in Deutschland, bleibt jedoch politisch wie gesellschaftlich weiterhin unterschätzt. Besonders in (Ex-)Partnerschaften tritt sie selten isoliert auf, sondern begleitet psychische, körperliche, finanzielle und sexualisierte Gewalt. Frauenhäuser berichten seit Jahren, dass Täter selbst nach einer Flucht ins Schutzhaus über Ortungsdienste, verdeckte Zugriffe auf Geräte oder gemeinsame Cloud-Konten Kontrolle ausüben. Auch gefälschte Profile, Identitätsmissbrauch und intime Deepfakes prägen die Realität vieler Betroffener.
Die Abschaffung des Teilzeitanspruchs ist arbeitsmarkt- und gleichstellungspolitisch verfehlt.
Magdeburg, 02. Februar 2026
Der Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt lehnt den Vorstoß der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU, den gesetzlichen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit abzuschaffen, entschieden ab. Der Antrag für den Bundesparteitag der CDU im Februar ist weder arbeitsmarktpolitisch zielführend noch setzt er an den tatsächlichen Ursachen aktueller Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt an. Stattdessen droht er, bestehende strukturelle Ungleichheiten weiter zu verschärfen.
Der Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit ist ein zentrales gleichstellungs- und arbeitsmarktpolitisches Instrument. Er ermöglicht insbesondere Frauen* die dauerhafte Teilhabe am Erwerbsleben unter Bedingungen, die durch ungleiche Verteilung von Sorgearbeit, unzureichende Betreuungs- und Pflegeinfrastruktur sowie individuelle gesundheitliche Belastungen oder steuer- und arbeitsmarktpolitische Fehlanreize geprägt sind. Arbeitszeitentscheidungen sind vor diesem Hintergrund keine rein individuellen Präferenzen, sondern Ausdruck struktureller Rahmenbedingungen.
Vorstandswahlen 2026- Annett Kannenberg-Bode ist neue Vorsitzende des Landesfrauenrates.
Delegiertenversammlung des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt e.V.- Annett Kannenberg-Bode ist neue Vorsitzende des Landesfrauenrates.
Magdeburg, 23. März 2026
Der Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e.V. hat mit Annett Kannenberg-Bode eine neue Vorstandsvorsitzende. Sie wurde am Samstag, den 21. März 2026, auf der Delegiertenversammlung in Magdeburg gewählt. Eröffnet wurde die Versammlung durch ein Grußwort des Ministerpräsidenten Sven Schulze, der die Arbeit des Landesfrauenrates als wichtige Stimme der Frauen*- und Gleichstellungspolitik im Land würdigte. Gleichzeitig verband er sein Grußwort mit einem direkten Angebot zu einem gemeinsamen Gespräch.
Veröffentlichung Lagebilder „Häusliche Gewalt 2024“ und „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten 2024“
Magdeburg, 21. November 2025
In den am 21. November 2025 veröffentlichten Lagebildern des Bundeskriminalamtes und des Bundesjustizministeriums zeigt sich erneut eine dramatische und besorgniserregende Entwicklung: Die Zahlen zu häuslicher Gewalt und geschlechtsspezifischer Gewalt steigen weiter – und sie verdeutlichen, dass Deutschland beim Schutz von Frauen* und Mädchen* noch immer weit zurückliegt.
Im Jahr 2024 wurden 265.942 Opfer häuslicher Gewalt registriert – ein erneuter Anstieg zum Vorjahr. Besonders alarmierend: 171.069 Personen waren von Partnerschaftsgewalt betroffen.
Neuwahlen des Vorstandes am 21. März 2026 im Familienhaus Magdeburg
Magdeburg, 26. Februar 2026
Am 21. März 2026 finden im Familienhaus in Magdeburg die turnusgemäßen Neuwahlen des Vorstandes des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt e.V. statt. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wird ein neuer Vorstand gewählt und damit die Weichen für die kommende Amtsperiode gestellt.
Die amtierende Vorsitzende Michelle Angeli hat aus persönlichen Gründen entschieden, nicht erneut für das Amt zu kandidieren. Nach drei intensiven und erfolgreichen Jahren an der Spitze des Vorstandes möchte sie die Verantwortung in neue Hände übergeben.
„Ich bin dankbar für die 6 Jahre, in denen ich zuerst als Beisitzerin und dann als Vorsitzende, den Landesfrauenrat mitgestalten durfte. Ich freue mich diese wertvolle Aufgabe nun in vertrauensvolle Hände zu übergeben. Für die Zukunft wünsche ich dem Team der Geschäftsstelle und dem gesamten Landesfrauenrat alles Gute.“
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Landesfrauenrat fordert lückenlose Aufklärung
Mit tiefer Bestürzung haben wir vom tragischen Tod einer 35-jährigen Frau in der Justizvollzugsanstalt Burg erfahren. Nach den uns bisher vorliegenden Informationen wurde sie während eines Langzeitbesuches mutmaßlich von ihrem 37-jährigen Ehemann getötet.
Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei den Angehörigen und Freund*innen des Opfers. Ihnen gelten unser aufrichtiges Mitgefühl und unsere tief empfundene Anteilnahme.
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