Die Frauenhäuser und Fachberatungsstellen sind in der Corona-Krise unter Druck. Die direkte, persönliche Beratungssituation ist in Zeiten von Kontaktsperre und Infektionsschutzauflagen schwer umzusetzen. Zudem sind die Kapazitäten von Frauenhäusern oftmals durch Quarantänemaßnahmen reduziert. Bundesfrauenministerin Giffey hat sich dazu am 8. April 2020 mit Vertreterinnen der Frauenhäuser und Fachberatungsstellen in Deutschland ausgetauscht und dabei Unterstützung angeboten. So wird das Bundesfrauenministerium mit einer neuen Förderleitlinie weitere Maßnahmen zur Anpassung des Hilfesystems und zur Bewältigung der akuten Corona-Krise möglich machen.

(MZ, 06.04.2020): Während der Corona-Pandemie zeigt sich, wie unentbehrlich gerade die Arbeit vieler Frauen ist. Der Applaus, den sie bekommen, ist Ausdruck von Respekt, sagt Eva von Angern, Vorsitzende des Landesfrauenrates.

„Es sind die Frauen, die das Land rocken“ titelt der Tagesspiegel. Plötzlich erweisen sich Pflegerinnen und Supermarktkassiererinnen als systemrelevant. Die Kanzlerin bedankt sich ganz ausdrücklich bei diesen Beschäftigten, die jetzt das Überleben sichern. Wer sich schon länger mit Geschlechterfragen befasst, ist weniger überrascht: Die feministische Ökonomie analysiert seit Jahrzehnten die gesellschaftliche Bedeutung dieser oft unsichtbaren und nicht bzw. unterbezahlten Arbeit, die sogenannte Sorge- oder „Care“-Arbeit.

In der Ausgabe der Mitteldeutschen Zeitung von heute (02.04.2020) findet sich ein Artikel zum Thema häusliche Gewalt in den Zeiten der COVID-19 Pandemie. Die Vorsitzende des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt e.V., Eva von Angern, bezieht darin klar Stellung.

Women20 (W20) ist eine offizielle Dialoggruppe der Gruppe der Zwanzig (G20), die sich für die wirtschaftliche Stärkung von Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter in den G20-Ländern und darüber hinaus einsetzt. Der DF ist zusammen mit dem Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) vom Bundeskanzleramt mandatiert, die Forderungen aus Deutschland in die W20 einzubringen.