Rund 26.000 Märkte informieren über Hilfsangebote im Rahmen der Initiative „Stärker als Gewalt“

Das eigene Zuhause ist in der Corona-Krise nicht für alle ein sicherer Ort. Kontaktbeschränkungen und Existenzängste belasten Familien und Partnerschaften – in dieser Ausnahmesituation können Konflikte und häusliche Gewalt zunehmen. Zugleich wird es für Betroffene schwieriger, sich zu informieren, wo es Hilfe gibt und diese Unterstützung auch in Anspruch zu nehmen. Auch Familien, Freunde oder Nachbarn sind in dieser herausfordernden Zeit unsicher, an wen sie sich wenden können. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene und ihr Umfeld gerade jetzt auf alternativen Wegen außerhalb der eigenen vier Wände erreicht werden und aufgezeigt bekommen, wo sie Hilfsangebote finden und was sie gegen Gewaltsituationen tun können.

Anlässlich der anhaltenden Corona-Krise fordern der DF, der djb und das ZFF, Familien und Kinder nachhaltiger zu unterstützen und bei anstehenden Entscheidungen die Geschlechtergerechtigkeit im Blick zu behalten.

In einem Schreiben an Ministerin Petra Grimm-Benne und Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff setzt sich der Landesfrauentrat Sachsen-Anhalt e.V. dafür ein, dass die derzeitige Regelung zur Kindernotbetreuung für Alleinerziehende erweitert wird. Weiter weißt die Vorsitzende, Eva von Angern, darauf hin, dass es Konzepte für eine zeitnahe Wiederaufnahme der Kinderbetreuung auch der jüngsten Kinder geben muss.

Die Kontaktbeschränkungen, welche die Covid-19-Pandemie mit sich bringt, fordern derzeit unsere ganze öffentliche Aufmerksamkeit. Viele Menschen sind damit beschäftigt, ihren Alltag gemäß den Restriktionen zu gestalten und Einschränkungen umzusetzen, wobei besonders die geschlossenen Einrichtungen wie Kitas, Schulen, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowohl für Familien als auch für Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe eine große Herausforderung darstellen.

In dieser Woche entscheidet die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsident*innen der Bundesländer über die weiteren Maßnahmen im Krisenmanagement der Corona-Pandemie. Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) spricht sich für eine demokratische Debatte über das weitere Vorgehen und die Berücksichtigung der Gender-Perspektive bei der Abwägung der gesellschaftlichen, sozialen und gesundheitspolitischen Wirkungen von Maßnahmen aus.